Warum Du niemals mehr die wahre Schönheit am Mekong Fluss sehen wirst

Du wolltest unbedingt einmal in Deinem Leben Flussdelfine am Mekong Fluss sehen? Jetzt bist Du zu spät! Dein Wunsch war es einmal, im größten Süsswassersee Südostasiens zu schwimmen, dem Tonle Sap, in Kambodscha? Falls Du es nicht eh schon ahnst: Der See wurde von „Global Nature Fund“ zum „Bedrohten See des Jahres 2016“ ernannt. Genau so reizt es Dich, am Mekong Fluss unberührte Natur, ethnische Völker und uralte Kulturen kennenzulernen? Falls Du bisher geglaubt hast, das der Mekong Fluss, der einer der fischreichsten Flüsse der Erde ist und Millionen von Menschen ernährt, endlos seine Schönheit bewahrt, muss ich Dich enttäuschen.

Am Mekong Fluss hat ein radikaler Wandel Einzug gehalten. Während sich China bemüht, den wilden Mekong Fluss zu zähmen und Laos zur Batterie Asiens werden will, stirbt jeden Tag eines der schönsten Reiseziele der Welt ein bisschen mehr.

Die Mutter aller Flüsse- der Mekong Flusses

Der Mekong entspringt im unberührten tibetischen Hochland und durchfließt auf seinem Weg zum Südchinesischen Meer die Länder China, Myanmar (Burma), Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Überdies ist er nach dem Yangtze und dem Ganges der drittgrößte Fluss Asiens. Während seiner 4.500 km langen Reise hin zum Mekong Delta durchfließt er steile Schluchten, tiefe Wasser und ungezähmte Regionen voller Pracht und Schönheit. Frei von menschlichem Einfluss. Obendrein ist er die Heimat für Tausende von Tier-und Pflanzenarten. Jedoch viele uns unbekannter oder schon vom Aussterben bedrohter Tierarten, wie z.B. dem Irrawaddy Flussdelfin.

Die Menschen am Mekong Fluss

Der Wasserstand des Mekong Fluss unterliegt einem natürlichen Wechsel von Trocken- und Regenzeit. Dabei werden von September bis November die höchsten Wasserstände gemessen. Dagegen die niedrigsten Pegel von Februar bis April. Hierdurch gibt es Unterschiede von bis zu 15 m. In „deep Pools“ überdauern die Fische in tiefen Rinnen von bis zu 75 m Tiefe und hunderte Meter Länge. Im Grunde genommen ein Segen für die über 256 Mio. Menschen der Mekong Fluss Region. Das heißt, das Territorium umfasst die Staaten VR China (Yunnan Provinz), Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Deswegen ist auch der Begriff der Greater Mekong Subregion (GMS) gebräuchlich. 

Später, während der Regenzeit drängen so große Wassermengen in den Tonne Sap See, das er sogar seine Flussrichtung ändert.

Warum ich Euch das erzähle?

Infolge der regelmäßigen Überflutungen erhöht sich die Fruchtbarkeit der kargen Böden. Sie werden natürlich gedüngt. Die reichhaltige Fauna der Fische des Mekong Flusses gewinnt Laichgebiete und notwendige Lebensräume. Der endlose Kreislauf ist Lebensgrundlage für Millionen von Menschen am Mekong Fluss.

33 Mio. Menschen leben direkt im Mekong Becken. Infolgedessen ist ihr Leben in erster Linie von dem Ökosystem des Mekongs und seiner Nebenflüsse abhängig.

Der Mekong Fluss ist einer der großen, unbezwingbaren Flüsse. Ein Sehnsuchts-Reiseziel für Back-Packer, wie für Best Ager. Unzählige B&B überbieten sich mit Unterkunftsmöglichkeiten. 5-Sterne Hotels bieten Best Agern mit hohen Ansprüchen alle Annehmlichkeiten auf der Reise durch Indochina. Immerhin ist das Einzugsgebiet des Mekong Flusses fast 800.000 qkm groß. Entsprechend so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen!

60 Mio. Naturvölker, Ethnische Minderheiten, Menschen in aufkommenden Ballungsgebieten leben in direkter Abhängigkeit vom Mekong Fluss. Dort arbeiten sie in der substantiellen Landwirtschaft (Selbstversorger) und natürlich in der Fischerei. 4/5 ihres Proteinbedarfes decken die Menschen aus dem Fluss. Die Gewinne der Fischwirtschaft für die ärmsten Anrainerstaaten wie Laos, Kambodscha und Myamar beliefen sich bis jetzt auf jährlich 1,29 Milliarden Euro. Zehn der größten Süßwasserfische und über tausend Fischarten leben bisher im Mekong Fluss. Wenngleich seine Artenvielfalt einzig nur vom Amazonas getoppt wird. Vielmehr bietet der Mekong Fluss nach den Weltmeeren den größte Fischgrund. Und zwar 1,5 Mio.Tonnen pro Jahr. Somit ist der Mekong Fluss Arbeit-und Nahrungsquelle für Millionen  von Menschen.

Warum gibt es eine solche Artenvielfalt am Mekong Fluss?

Das Ökosystem war bisher frei von menschlichen Einflüssen. Infolgedessen konnte sich eine unglaubliche Artenvielfalt am Mekong Fluss etablieren. Dort, wo 1.400 Kilometer flussabwärts sich der Mekong in viele Arme verzweigt und zwanzig Meter in die Tiefe stürzt, steht man am Khon Phapheng Wasserfall. („Getöse des Südens“) Gemessen an der Wassermenge ist er der größte Wasserfall der Welt. Dementsprechend wird deutlich, wie unbezwingbar der Strom für Menschen immer gewesen ist. Deswegen endete hier 1866 der Traum der französischen Kolonialherren, Handelswege auf dem Wasser von China nach Vietnam zu nutzen. Schifffahrt war und ist auf dem Mekong Fluss nur etappenweise und sehr schwierig möglich. Deshalb blieben seine Ufer oft unbewohnt, fern jeder Zivilisation.

Des Weiteren haben auch Jahrhunderte anhaltendende politische Unruhen in Südostasien  dafür gesorgt, das der Mekong Fluss noch so intakt ist. Ein trauriger Beitrag.

Tierwelt am Mekong Fluss

  • etwa 830 verschiedenen Säugetieren
  • mindestens 2.800 Vogelarten,
  • sowie 250 Amphibien-
  • und 650 Reptilien-Arten im Einzugsgebiet des Mekong Flusses
  • Dazu kommen etwa 1.300 unterschiedliche Fische, darunter Besonderheiten wie der Riesenfisch Mekong Wels

Bis zu 3 m lang und 300 kg schwer wird der Gigant des Mekongs. Nun gefährden Staudamm-Projekte seine Existenz. Infolgedessen zählt auch er nun zu einer aussterbenden Art. Zudem ist seine Population in den vergangen 50 Jahren eh schon um 90% eingebrochen. 

Kennst Du den“Stubsnasen-Affen? Nein? Du wirst ihn auch nie kennen lernen.

Mit seiner Elvis-Tolle ist er die lustigste Neu-Endeckung im laotischen Tierreich. Trotzig sitzt er starr bei Regen in den Ästen. Bewegungslos, den Kopf zwischen die Beine geklemmt, so das ihm die Regentropfen nicht in die Nase laufen können. Während er auf besseres Wetter wartet, wird er gejagt. Als Suppeneinlage? Schließlich stillt der Mekong Fluss längst nicht mehr jeden Hunger durch seinen schwindenden Fischfang. Somit zählt man heute nur noch knapp 300 Stubsnasenaffen in Laos.

Dammbauten und das Verschwinden des Irrawaddy-Fluss-Delfins

Ein possierliches Tierchen! Als ich letztes Jahr in Laos im Bereich der 4000 Inseln unterwegs war, gab es noch Bootstouren zum Delfin-Watching.

Das hat sich nun schon erübrigt. Ganze 3 Fluss Delfine haben die Attacken der Dynamitfischer überlebt. Obwohl auch hier die größte Bedrohung für ihre Poppulation durch die veränderten Wasserqualitäten des Mekong Flusses und die Dammbauten gesehen werden. 3 einsame Irawadi Delfine als letzte Mahnung am Mekong Fluss! Einfach nur traurig! Während die Delfine verschwinden, vermissen die bitterarmen Anwohner auch eine Top-Touristenattraktion der Region. Die Anwohner verlieren damit überlebenswichtige Einnahmen.

Laos- Auf dem Weg vom ärmsten Land der Welt zur Batterie Asiens

Zum Beispiel ist Laos das „meist bombardierteste Land der Welt“. Habt ihr das gewusst? Während der 60er und 70er Jahre warfen US Streitkräfte in 580.000 Einsätzen 250 Mio. Streubomben. 30% davon als Blindgänger. Tödliche Markierungen entlang des Mekong Flusses. Sodass sich in den menschenfeindlichen Zonen die Tier und Pflanzenwelt ungehindert vermehren konnten. Mehr als 1/3 der gesamten Fläche von Laos ist mit Streumienen verseucht und kann kaum genutzt werden. Und das in einem Land, dessen Fläche zu 70 % aus unwegsamen, bergigem Gelände besteht. Nachweislich sind diese tödlichen Kriegshinterlassenschaften im sonst fruchtbaren Boden die Ursache für die Armut in Laos. 

Fischfang als Existenzgrundlage

Nichtsdestoweniger werden heute in Laos jährlich 42.000 Tonnen Fisch gefangen und verkauft. Immerhin 13 % des Bruttoinland-Produktes. Laos ist eines der ärmsten Länder der Welt. Dazu gehört Laos zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt. Genau so ist es ein Vielvölkerstaat mit 47 verschiedenen Nationalitäten, mit mehr als 60 Volksgruppen und bis zu 120 Untergruppen. Mit anderen Worten ein Flickenteppich der Ethnien. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Laoten beträgt ca. 50 Jahre und die Säuglingssterblichkeit ist mit 15% eine der weltweit höchsten. Die meisten Völker Laos sind Anhänger des Animismus. Sie glauben an die Beseeltheit von Gegenständen und der Natur. Tiere, Pflanzen, magische Wesen, Wasser, -Feuer und Erdgeister sind animalistische Gottheiten. Priester und Schamanen nehmen Kontakt zu diesen Gottheiten auf, Bitten um Beistand, Rat und Heilung.

Eine Reise durch Laos kann eine Begegnung mit der Steinzeit sein… so kommt es einem oft vor. 

31% der laotischen Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 46 % leben ohne sanitäre Einrichtungen.

Nichtsdestoweniger ist dieses Volk eines der liebenswürdigsten die ich je kennenlernen durfte. Weil sie so optimistisch, friedfertig und gastfreudig sind. Zudem sind sie tiefverwurzelt in ihrem buddhistischen Glauben. Mit anderen Worten: eines der interessantesten Reiseziele dieser Welt!

Wer den Mekong Fluss und Laos noch so liebreizend  erleben möchte, muss sich beeilen…

bevor das von Menschen verantwortete Drama am Mekong seinen Verlauf nimmt! Infolge des chinesischen Energie-Hungers werden in den nächsten Jahren am Mekong Fluss und seinen Nebenarmen HUNDERTE  Staudämme zur Energiegewinnung gebaut. Die Mekong Fluss Region ist durch das unaufhaltsame Wachstum Chinas und die Globalisierung dramatisch bedroht. Millionen Menschen verlieren gerade ihre Ernährungsgrundlage und ihren angestammten Grund und Boden.

Der Bau von Staudämmen führt in den meisten Fällen zu der Überflutung riesiger Landgebiete. Je nachdem sind durch die Überflutung der Flächen oberhalb der Staumauer Millionen Menschen betroffen. Die ethnischen Völker werden gezwungen sich in fremden, neuen Gebieten niederzulassen. Große Teile der 49 ethnischen Völker werden nun durch Zwangsumsiedlungen ihre Wurzeln und ihre Traditionen aufgeben müssen. Schließlich werden sie der Möglichkeit beraubt, sich selber zu ernähren. Sodass viele leidvoll von der Steinzeit ins Jahr 2016 katapultiert werden. Der weltweit produktivsten Binnenfischerei und dem globalen Reisanbau wird hier gerade, von der Welt unbeachtet, der Todesstoß versetzt.

Mir treibt es die Tränen in die Augen!

Weiterhin wird durch den Bau von hunderten großen Staudämmen und die folgende Überschwemmung des Reservoirgebietes eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren vernichtet. Die Fließgeschwindigkeit des Mekong Flusses wird sich weiter verringern, was sein biologisches Ende bedeutet. Zuvor galt die Mekong Fluss Region als ein unerschöpfliches Becken für botanische und zoologische Neuentdeckungen. Seit 1997 konnten in den Mekong Fluss Gebieten über 549 bisher unbekannte Tiere entdeckt werden. Damit ist jetzt wohl Schluss. 

Während man früher Laos als das „Land der Millionen Elefanten“ bezeichnete, hat man heute das Problem, daß viele einzigartige Tiere mehr und mehr von der laotischen Landschaft verschwinden. Verdrängt, verspeist oder verkauft.

Die wundersame, skurrile Tier- und Pflanzenvielfalt in Südostasien ist durch die Damm- Großprojekte massiv im Lebensraum bedroht. „Man fragt sich, wie viele Arten schon verschwunden sind, ehe sie überhaupt entdeckt wurden“, meinte Carlos Drews vom WWF.

Auswirkungen hundertfacher Dammbauten auf die Anrainerstaaten des Mekongs

  • Zunahme von unvorhersehbaren Fluten
  • Veränderung und Unregelmäßigkeit der Wasserstände
  • Abnahme der Sedimente und Erosion
  • Die Sprengung der Stromschnellen und die Schiffbarmachung
  • Reduzierung der Fischpopulationen und Auswirkungen auf die Fischerei
  • Regelung der Wasserstände (das Ende der natürlichen Düngung des Landes)
  • Hemmung der Fischmigration
  • Veränderung der Wasserqualität und Wassertemperatur
  • Reduzierung der Nährstoffe im Wasser
  • Zerstörung einzigartiger Ökosysteme
  • gefährdete Ernährungsversorgung der ansässigen Bevölkerung durch starken Rückgang der Fische und die Zerstörung ihrer Laichplätze
  • Abholzung der Uferzonen

Fluch und Segen 

Staudämme waren und sind der Inbegriff und das Symbol des Fortschritts. Obgleich anzuzweifeln ist, ob Laos der Nutznießer dieses „Fortschrittes“ ist. Abgesehen davon das die nicht vorhanden Infrastruktur in Laos eine Urbanisierung am Mekong Fluss fast unmöglich macht. In ganz Laos gibt es nur. ca.3000 km befestigte Straßen! Auch wenn angenommen wird, dass der gesamte Mekong ein Gesamtpotential zur Energieerzeugung von ca. 53 000 MW hat, werden die Laoten weiterhin im Dunklen sitzen. Schließlich dienen die über hundert Damm-Bauten in Laos in erster Linie dem Export der Energie. Die Gesamtnachfrage nach Energie am Mekong wird zu 61% von Thailand verzeichnet. Chinas Durst nach Energie ist eh unerschöpflich. Die ärmsten Länder der Region Kambodscha, Myanmar und Laos haben nur einen Bedarf von 3%!

Seit in den Friedenszeiten die Bevölkerungszahlen in die Höhe schnellen und die Anforderungen einer boomende Wirtschaft Südostasiens einen enormen Druck auf Länder wie Laos und Kambodscha ausüben, kann man die Naturräume des Mekong Flusses als großen Verlierer in diesem Wettstreit benennen.

Laos hat seinen Ausverkauf an China am Mekong unterzeichnet

Folglich sind die armen Länder wie Laos und Kambodscha nun davon abhängig, das die Chinesen zur rechten Zeit das von Dammanlagen gespeicherte Wasser ablassen. Ohne dieses Wasser bleiben in Zukunft während der Trockenzeit die laotischen Mekong-Abschnitte trocken. China alleine kann den Hahn auf oder abdrehen. Somit hängt Laos sprichwörtlich am Tropf des gelben Riesens. Eine Horror-Vorstellung für einen Nation wie Laos, die vom und am Wasser lebt!

Beispiel Xayaburi Staudamm bei Luang Prabang

Inzwischen ist der 3,5 Milliarden US Dollar teure Xayaburi Damm trotz verzweifelter Proteste fertig gestellt. Mekong Flussreisen bietet sich nun ein ganz anderes „Fluss-Abenteuer“. Der Blick auf eine blutige technische Meisterleistung im ärmsten Land weit und breit. Seit der ersten Bauphase wurden vor Ort 2500 Menschen umgesiedelt. Ihre Hütten und Felder mussten sie verlassen. Mehr als 200.000 Menschen in der direkten Umgebung sind um ihre Verdienstmöglichkeiten im Fischfang gebracht. Sowie um ihre Möglichkeit sich selbst zu ernähren oder Landwirtschaft an den fruchtbaren Uferhängen des Mekong´s zu betreiben. Die schönen Fotomotive ihre farbenprächtigen Gärten am Ufer sind verschwunden.

Die Chinesen feiern

Seitdem das Bauprojekt auf Laotischen Boden genehmigt wurde, gibt es für China die Hoffnung auf eine Kapazität von 1260 Megawatt. Diese werden von den hell erleuchteten Städten der chinesischen Provinz Yunnan dringend gebraucht. Auch die thailändische Region des Issan braucht Energie. 95% des generierten Stroms wird dahin exportiert.

Laoten in ihren abgelegenen Bergdörfern begnügen sich nach wie vor mit Strom-Generatoren in ihren Hütten und mit Kerzen. Sie haben nicht nur den Verlust ihrer landwirtschaftlichen Nutzfläche, ihre Heimat, sondern auch ihren Zugang zum Wasser verloren.

Dafür entstand eine 810 Meter lange Staumauer, 32 Meter hoch. Später soll der entstandene Stausee eine Oberfläche von 49 qkm haben und 60 km lang sein!

China legt Südostasien trocken

Rund 60 Millionen Menschen versorgt der Mekong mit Nahrung, Trinkwasser und Arbeit. Solange  war der der Mekong die wichtigste Proteinquelle der Bevölkerung. Experten warnen vor weiteren Dammbauten und dem damit verbundenen Fischschwund. Vielmehr sehen sie die Proteinquellen der 60 Mio. Menschen versiegen. 

Laos setzt bei Ernährung jetzt auf Insekten

Wenngleich man sagen muss, was in der Not als Alternative zum ausbleibendem Fisch gesehen wurde, hat durchaus seine Berechtigung.

Sofern man den Experten glauben darf, hilft Insektenfleisch gegen Mangelernährung und als Proteinersatz. Deswegen ermutigen nun Ernährungswissenschaftler und Hilfsorganisationen in der Mekong Fluss Region Farmer, Insekten im großen Stil zu züchten. Als Alternative zum ausbleibenden Fisch. Erstens verfügen Insekten über einen hohen Eiweiss- und Vitamingehalt. Zweitens haben sie 3 mal so viel Eisen wie Rindfleisch. Drittens lässt sich womöglich der Hunger so viel billiger und nachhaltiger stillen als mit Fleisch.

Insekten seit je her in Laos eine Delikatesse

95% der Laoten essen gerne Insekten. Auch für mich war das eine meiner ersten Mutproben, die laotische Kollegen mir auferlegten. Seit Neuestem wird nun in Laos mit ausländischer Hilfe im großen Stil die Grillenzucht vorangetrieben. Die gesunde Kost, voller Mineralien, Vitamin B1 und viel Eiweiss, könnte die Mangelernährung stoppen. Zum Beispiel sind Sago-Würmer viel fetter als Schweinefleisch und dazu reich an Kalzium. Solange Insekten mühsam gefangen werden müssen bleiben sie teure Delikatessen. Sobald es gelingt, Insekten in Großfarmen kommerziell zu züchten, könnte wenigstens ein Problem des Dammbaues gemindert werden.

Wenngleich dies nur ein kleiner Lichtblick für die sinkende Ressource Eiweiß durch Fisch ist.

Fazit:

Wenn der Mekong Fluss weiter so ausgebeutet wird wie bisher, besteht die Gefahr, dass Wälder, Biodiversität, Fischbestand und Bodenqualität so viel Schaden erleiden, dass eine Erholung unmöglich wird.

Wenn Du Interesse an Südostasien hast, solltest Du so schnell wie möglich die Mekong Fluss Region bereisen. In ein paar Jahren wird sie nicht mehr sein, wie sie einmal war! 

Mehr Berichte über „bedrohte Reiseziele“ findet Ihr auf dem tollen Reiseblog von „Comfortzoneless!

http://www.comfortzoneless.de/bedrohte-reiseziele-blogparade-reiseblog/

Mach es Dir gemütlich. Tauche ein in die wunderbare Welt aller Best Ager.
Lass Dich informieren. Inspirieren. Ermütigen. Aufklären und Unterhalten.
Immer daran denken: Glücklich sein beginnt auch nach 50 im Kopf. Das Leben ist fantastisch! Die Generation 50plus ist eine Generation die ihr Leben zu genießen weiß!
Dein Happy Lifestyle Consultant
Simone